🐣 Es piepst an unserer Schule 🐥
In den letzten Wochen herrschte in unseren Fluren eine ganz besondere Aufregung. Überall sah man Kinder, die gespannt in Richtung des Brutkastens schielten oder an der Informationstafel stehen blieben. Der Grund: Unser diesjähriges Kükenprojekt!
Der Einzug der Eier
Alles begann damit, dass Herr Kreusch uns die Ausrüstung und die wertvolle Fracht brachte: einen Brutapparat und 11 Eier der Hühnerrasse „La Flèche“. Ein besonderes Highlight war, dass zusätzlich einer unserer Schüler drei eigene Eier mitbrachte, die ebenfalls einen Platz im warmen Brüter fanden. Am 20. April startete das Abenteuer offiziell.
21 Tage voller Verantwortung
Ein Küken braucht genau 21 Tage, bis es schlüpfen kann. In dieser Zeit gab es für uns viel zu tun, denn die Bedingungen im Brüter mussten perfekt sein. Täglich – auch am Wochenende – musste frisches Wasser aufgefüllt werden, um die Luftfeuchtigkeit stabil zu halten. Regelmäßig kontrollierten wir zudem die Temperatur, damit es die angehenden Küken immer kuschelig warm hatten.
Forschergeist im Flur
Um die Wartezeit zu verkürzen und mehr über die Entwicklung der Tiere zu lernen, wurde der Flur zum Klassenzimmer:
- Der Legekreis: An einer großen Tafel gab es einen Legekreis zum Thema Küken, der fast täglich erweitert wurde.
- Anschauungsmaterial: Besonders spannend waren die Kunststoff-Eier, die uns die verschiedenen Stadien der Embryonalentwicklung zeigten.
- Das Schieren: Ein Höhepunkt war das „Schieren“. Mit einer Taschenlampe durchleuchteten wir die Eier, um zu sehen, wo bereits Leben pulsierte.
Willkommen im Leben!
Am 11. Mai war es dann endlich so weit: Die ersten Eier bekamen Risse und das erste zarte Piepsen war zu hören. Insgesamt sind 10 muntere Küken geschlüpft! Zwei Eier waren leider nicht befruchtet und zwei Küken hat den schweren Weg aus der Schale leider nicht geschafft.
Eine unvergessliche Zeit der Pflege
Nach dem Schlüpfen durften die kleinen Flauschbälle noch gute drei Wochen bei uns in der Schule bleiben. In dieser Zeit lernten wir, was es heißt, Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen:
- Tägliche Pflege: Jeden Tag musste frisches Futter aufgefüllt und das Wasser gewechselt werden. Auch das Küchenpapier auf dem Boden wurde regelmäßig erneuert, damit es die Kleinen sauber hatten.
- Begegnung mit den Tieren: Das absolute Highlight für alle war, dass die Kinder die Küken sogar vorsichtig streicheln durften. Die Aufregung war jedes Mal riesig!
Ein Projekt für Groß und Klein
Nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen waren völlig fasziniert von der Entwicklung vom Ei zum stolzen Küken. Es war eine tolle, aufregende Zeit, in der wir alle unglaublich viel gelernt haben.
Ein herzliches Dankeschön! Wir danken Herrn Kreusch ganz herzlich dafür, dass er uns dieses Projekt ermöglicht hat. Diese praktische Erfahrung wird uns allen noch lange in Erinnerung bleiben! Danke auch an alle MitarbeiterInnen und SchülerInnen der Zweitorschule, die sich liebevoll gekümmert haben.